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Home arrow Was sind die Kursinhalte?
Die Kursinhalte im Ă?berblick: PDF Print E-mail
Sprachanalyse: Bedeutung, Form und Funktion, Grammatik, Vokabular, Aussprache
Planen für effektiven Unterricht: Kursplanung, Unterrichtsplanung, Auswählen und Anpassen von Materialien und Aktivitäten
Klassenmanagement: Lernfreundliche Umgebungen schaffen, Lernergruppen führen und Unterricht organisieren
Lehrverfahren und -techniken: Sprache einführen, üben, Lernfortschritte überprüfen, Fehler korrigieren, produktive und rezeptive Fertigkeiten entwickeln
Lerner und Lernkontexte: Bildungs- und Erfahrungshintergründe, Motivation, Lernstile, kontinuierliche Diagnose und Bedarfsanalyse, Vermittlung von Lerntechniken
Die eigene Entwicklung als LehrerIn organisieren.  

  • Im zweistündigen Methodikblock werden unter anderem folgende Themen behandelt: Techniken zur Einführung neuer Sprache, Übungsformen, Unterrichtsverfahren zu den vier Fertigkeiten Sprechen, Hören, Lesen, Schreiben, Aufbau von Mikro- und Makroeinheiten, Lehrtechniken zur Bedeutungsvermittlung, Korrektur, Unterrichtsmanagement, Einzelunterricht, Wirtschaftsdeutsch etc.
  • In der einstündigen Sprachanalyse wird eine Auswahl sprachlicher Elemente daraufhin untersucht, welche Probleme sie Sprachenlernenden bereiten und wie man sie sinnvoll unterrichten kann. Es ist nicht Ziel des Kurses, die gesamte deutsche Grammatik zu behandeln, sondern exemplarisch Wege zu zeigen, wie verschiedene Strukturen aufbereitet werden können.

Pausen gibt es natürlich auch - zum Beispiel auf unserer Terrasse...
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Warum ein kurzer praktischer Kurs?

Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass man nur sinnvoll über Unterricht sprechen kann, den beide Gesprächspartner gesehen und miterlebt haben - sonst besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass beide sich mißverstehen und aneinander vorbeireden.

Die überwältigende Mehrheit der FremdsprachenlehrerInnen, die wir befragt haben, gab an, alles Wesentliche aus der eigenen Berufspraxis gelernt zu haben - unabhängig von der Ausbildung, die sie zuvor genossen hatten.

Deshalb unterrichten Sie in unserem Kurs täglich - beginnend mit dem zweiten Kurstag, beobachten die Unterrichtseinheiten anderer TeilnehmerInnen und besprechen den Unterricht mit den TutorInnen.

Ziel unserer Ausbildungsmaßnahmen ist es andererseits, nicht nur Einzelfertigkeiten und Techniken zu entwickeln, wir sind der Ansicht, daß LehrerInnen auch über Strategien zur Entscheidungsfindung und die Fähigkeit zur Theoriebildung verfügen sollten.

Unter dem Begriff Theorie verstehen viele Lehrende abstrakte Generalisierungen ohne offensichtliche Verbindung zur Unterrichtsrealität. Theorie in diesem Sinne ist allerdings wenig hilfreich bei der Entwicklung des eigenen Lehrens. Einfaches Ansammeln von Erfahrungen durch Unterrichtspraxis führt jedoch auch nicht weiter. Ein Beispiel: Wenn Sie eine Aktivität kennenlernen, bei der Lerner in Paaren Informationen austauschen und das alles ist, was Sie lernen, dann werden Sie diese Aktivität nur in jenem Kontext einsetzen können, in der Sie sie kennengelernt haben. Wenn Sie jedoch darüber nachdenken, warum diese Aktivität nützlich sein könnte, was ihre wesentlichen Merkmale und Ziele sind und welche Art von Lernen sie initiieren könnte (mit anderen Worten: wenn Sie Theoriebildung in unserem Verständnis des Wortes betreiben), dann werden Sie in der Lage sein, auch andere ähnliche Aktivitäten und Ideen zu bewerten und zu gestalten - und Sie werden wissen, wann und warum Sie sie einsetzen.

...oder in unserer Cafeteria

Es gibt drei gängige Modelle zur Aus- und Weiterbildung von LehrerInnen:

Das handwerkliche Modell

Sie beobachten und imitieren erfahrene LehrerInnen. Lehren wird als Summe vieler konkreter Unterrichtserfahrungen verstanden. Diesem Modell folgen die nachuniversitären Ausbildungen in vielen Ländern.

Das Modell der angewandten Wissenschaft

Sie beschäftigen sich zunächst mit der Theorie angewandter Linguistik und verwandter Fächer, die dann, durch Vermittlung einer entsprechenden Methodik, auf den konkreten Unterricht übertragen wird. Diesem Modell folgen viele universitäre Ausbildungen. Es beinhaltet die Idee, dass dem Wissenschaftler und Forscher mehr Autorität zukommt als dem Lehrer, dessen Rolle allein darin besteht, Theorie im Unterricht anzuwenden.

Das Modell eines Lernzyklus

Sie sammeln konkrete Unterrichtserfahrungen und lernen die Unterrichtserfahrungen anderer kennen.

Sie reflektieren über das, was im Unterricht geschehen ist und vergleichen mit der Wahrnehmung anderer.

Sie generalisieren Unterrichtserfahrungen, bilden Theorien und Hypothesen und ziehen dabei Forschungsergebnisse und Fachliteratur hinzu.

Sie erproben ihre Hypothesen im Unterricht. Sie sammeln dabei wiederum konkrete Unterrichtserfahrungen und vergleichen mit den Experimenten anderer.

 

Wir halten die beiden ersten Modelle für unbefriedigend und folgen dem dritten. Ziel unseres Kurses ist, Sie an einen Punkt zu bringen, an dem Sie Ihrer eigenen Urteilskraft vertrauen können und soviel Sicherheit gewonnen haben, dass Sie die Ideen anderer kritisch diskutieren können - seien es nun Kollegen, Fortbilder oder Wissenschaftler.

 
© 2010 International House Freiburg